The Rogue Prince of Persia

The Rogue Prince of Persia

Vor ein paar Tagen habe ich mein Restguthaben bei Xbox für ein paar letzte Spiele für diese Plattform ausgegeben. Ich habe mit Prince of Persia und Avatar: Frontiers of Pandora geholt, weil es die gerade günstiger gab und ich die eh mal nachholen wollte. Doch bevor ich die Prinzenrolle machen konnte, erreiche mich auch noch ein Key von U&I Entertainment, die den Launch von The Rogue Prince of Persia auf der Switch (und PlayStation) begleiten.

Also habe ich direkt ganz frisch mit beiden Prinzen rumgemacht, aber das soll jetzt hier kein Vergleich werden, wer länger oder besser ist. (Yikes, dieser Satz ist getippt zweideutiger, als er in meinen Kopf klang - ich lasse ihn aber jetzt stehen.) Stattdessen konzentrieren wir uns auf The Rogue Prince of Persia. In diesem Titel wird der Prinz entführt, spielt also gar nicht die Hauptrolle. Die fällt einem legendären und offenbar unsterblichen Krieger zu, der gerne wild mit seinen beiden Brotmessern in der Gegend herumfuchtelt. Butter bekommt er so zwar nicht auf den Toast, aber immerhin dezimiert es seine Gegenspieler.

Dich bevor wir uns weiter in das Spiel wagen, viel mir erstmal Ubisoft wieder extrem negativ auf. Auf der Xbox ist ja mein Konto schon lange mit dem von Ubisoft verbunden und da kann ich Spiele von denen ohne weiteres starten. Auf der Switch ist The Rogue Prince of Persia mein erstes Spiel von diesem Publisher. Folglich muss man also erstmal den Nintendo- mit dem Ubisoft-Konto verbinden. Ich erinnere mich ehrlich nicht mehr, wie aufwendig sich das auf der Xbox gestaltete, aber vermutlich um einiges unkomplizierter als bei Nintendo. Warum? Nun, die Xbox hat einen Webbrowser und folglich kann man die Links auch direkt auf der Konsole öffnen und bestätigen. Bei Nintendo geht das nicht. Hier musste ich ein Zweitgerät bemühen, um die beiden Konten ins gleiche Bett zu bekommen. Weil ich darauf Ubisoft schon länger nicht genutzt hatte, musste ich aber auch erst wieder die Connect-App installieren und mein Konto auf diesem in Betrieb nehmen. Der Vorgang dauerte gut eine halbe Stunde und kostete echt etliche Nerven. Danach hatte ich dann auch erstmal keine Lust das Spiel zu spielen.

Kann man denn nicht auch ohne eine Ubisoft-Konto spielen? Nein, kann man nicht. Ich habe sogar die Switch in den Flugmodus versetzt um zu sehen, ob es dann geht. Nun, das Spiel beschwert sich dann keine Verbindung zum Server aufbauen zu können. Nun werdet ihr euch sicher fragen, was ich mich da so drüber aufrege. Ist doch heute eh Standard. Mag sein, aber The Rogue Prince of Persia (wie übrigens auch das andere Prince of Persia) sind reine Solospiele. Die brauchen dafür keine Verbindung zu irgendwelchen Servern. Da aber heute kein Spiel mehr ohne Spyware ausgeliefert wird, geht das aber nicht ohne Internet.

Aber zurück zum Spiel. The Rogue Prince of Persia präsentiert sich im Comiclook und mit Cell-Shading. Das weiß zu gefallen. Sprachausgabe gibt es keine, aber zumindest hat man die Texte ordentlich eingedeutscht. Das Intro ist besonders gut gelungen, hier lassen die Entwickler die Bilder für sich sprechen. Es kommt gänzlich ohne Sprache und Text aus, erzählt dabei aber mehr als manche es mit diesem tun. Wir müssen also den Prinzen aus seiner misslichen Lage befreien. Das tun wir, indem wir alles was sich uns in den Weg stellt mit den Brotmessern in Scheiben schneiden. Das gelingt manchmal recht einfach, aber je näher man der Rettung kommt, umso resistenter werden sie gegen unsere Schneideversuche. Also beobachten wir sie und überlegen uns eine Strategie die zum gewünschten Ergebnis führt.

Wir haben es hier weniger mit einen Plattformer oder Action-Adventure zu tun, sondern mit einem waschechten Roguelike, dass aber seine Wurzeln nicht verschleiern will. So erklimmen wir auch mal Wände, hechten akrobatisch von Stande zu Stange und von Plattform zu Plattform. Im direkten Vergleich zu Prince of Persia: The Lost Crown, welches ja für viele wieder die Rückkehr zu seinen Wurzeln ist, muss ich gestehen, dass ich das viel eher hier sehe. Es fordert mich nämlich ordentlich, hat Frustmomente und viel von den ursprünglichen Spielmechaniken. Der andere Prinz ist eher auf Massentauglichkeit hin getrimmt.

Auf der Switch 2 hinterlässt The Rogue Prince of Persia einen guten Eindruck. Das Spiel läuft sehr geschmeidig, sieht fantastisch aus und dass sowohl im Wohnzimmer, als auch unterwegs im Handheld-Modus. Der tolle Sound entfaltet aber nur aus großen Boxen sein wahren Potential. Da sollte man unterwegs in jedem Fall auf gute Kopfhörer zurückgreifen. Notfalls kann aber auch ohne Ton gut spielen. Mehr Spaß macht es aber definitiv mit!

Den Prinzen zum Anfassen

.. gibt es für PlayStation 5 und Switch 2 in der sogenannten Immortal Edition. Sie beinhaltet das Spiel auf Blu-Ray bzw. Cartridge, ein Steelbook-Case, drei Kunstdruck-Karten und ein Wendeposter,. Dafür wird aber ein ordentlicher Aufpreis fällig, denn aktuell wird diese Edition mit knapp 50 € gelistet.

Meine Meinung

The Rogue Prince of Persia macht sehr viel Spaß und wird mich sicherlich noch eine Weile beschäftigt halten. Einzig das mit dem Internetzwang, der Account-Verknüpfung und der Datensammelwut von Ubisoft trübt den guten Gesamteindruck spürbar. Aber darüber habe ich mich ja ausgiebig ausgelassen...

The Rogue Prince of Persia von Evil Empire

für: PC (Windows), Playstation 4/5, Switch 1/2, Xbox One und Series X|S
Preis: 29,99 € (digital), 49,99 € (boxed)
Link: Spiel bei Steam und im Xbox Store