Silver Pines

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Silver Pines

In Silver Pines schlüpfen wir in die Rolle von Privatdetektiv Red Walker, der im namensgebenden Städtchen nach Eddie Velvet sucht. Doch die Suche verläuft nicht nach Plan und schon bald stoßen wir auf Grusel, Horror und Monster. Ach, so schaurig schön...

Spielerisch haben wir es her mit einem klassischen Metroidvania zu tun. Wir sehen das Geschehen also aus der Seitenperspektive und bewegen den Detektiv von rechts nach links oder auch mal umgekehrt. Später dürfen wir freilich auch Schreckgestalten vermöbeln. Dabei sollten wir aber darauf achten, dass die das nicht mit uns machen. Denn so ein PI ist weder kugelsicher noch hat er eine dicke Haut. Wir sterben also ziemlich schnell.

Silver Pines ist übrigens ein typisches amerikanisches Fischerdorf: dreckig, verrostet und vergammelt.Aber für Grusel- und Horrorspiele ist das natürlich ein ideales Setting. Die Atmosphäre ist schön düster und das Spiel überwiegend sehr dunkel. Da aber auch Gebäude und Schauplätze eher in dunklen Farben gehalten sind, fehlt oft ein gewisser Kontrast, der vor allem alten Augen das Erkennen erschwert. So habe ich an der einen oder anderen Stelle etwas länger nach etwas suchen müssen - einfach weil ich es nicht erkannt habe. Das war aber schon okay, ich habe mich auch nie über das Spiel, sondern eher über meine eigenen Unzulänglichkeiten geärgert.

Gegner dagegen, habe ich nie übersehen. Und das ist ja was zählt. Denn einen Schlüssel an der Wand tötet mich nicht gleich, wenn ich ihn nicht sofort erkenne.

Das Spiel ist schon herausfordernd, aber nie unfair. Einige Szenen musste ich aber wiederholen, weil ich einfach überrascht wurde. Vor Schreck gestorben, könnte man wohl sagen. Aber das macht es auch irgendwie schaurig gut. Zur Geschichte verrate ich euch nichts, denn die sollte man selbst erleben. Nur so viel: sie ist kein offenes Buch und erschließt sich einem nur durch wirklich gründliches Erkunden aller Schauplätze.

Gespielt habe ich auf der Xbox Series S von John. Darauf lief das Spiel recht gut, hier und da gab es aber kleinere Leistungseinbrüche. Die vielen aber nicht weiter störend auf. Ob das nun an der Spar-Xbox lag, kann ich euch nicht sagen, denn meine X erlag letzte Woche einem Schlaganfall. Ruhe in Frieden. John hat aber Sliver Pines ebenfalls kurz angespielt und keine Problem feststellen können. Ich tippe also darauf, dass man das Spiel für die Spar-Xbox nicht perfekt optimiert hat. Jedenfalls macht es optisch nicht den Eindruck besonders leistungshungrig zu sein.

Versteht das nicht falsch, der Grafikstil gefällt mir extrem gut, er ist aber eine Galaxie weit entfernt von dem was diese Konsolen eigentlich leisten könnten. Da sollte es eigentlich überhaupt keine technischen Problemchen geben dürfen. Jedenfalls wenn man sein Spiel sauber programmiert und optimiert. Doch das ist eine Kunst, die kaum einer mehr beherrscht - und den die KI nie meistern wird. Aber ich schweife ab, denn Silver Pines gibt ansonsten überhaupt keinen Anlass zur Klage. Gefällige Grafik, gruselige Sounds und eine einfache Steuerung machen das Metroidvania zu einem durchaus positiven Erlebnis.

Meine Meinung

Wie John es sagen würde: Silver Pines ist absolut spielenswert! Mir hat es großen Spaß gemacht und auch den einen oder anderen Schauer über den Rücken gejagt. Zu Halloween war das also der ideale Zeitvertreib. Soll aber jetzt bitte nicht heißen, dass ihr das nicht auch den Rest des Jahres über spielen könnt. Also, worauf wartet ihr noch?!

Silver Pines von Wych Elm/Team17

für: PC (Windows), PlayStation 5, Switch 1/2 und Xbox Series X|S
Preis: 24,99 €
Link: Spiel bei Steam und im Xbox Store