Shika-Q

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Shika-Q

Klötzchen haben es mir angetan. Zunächst waren sie als Plastik, dann wurden sie digital. Tetris war mit Abstand der Titel, den ich auf meinen Game Boy am meisten gespielt habe. Kein Wunder also, dass mich Shika-Q neugierig gemacht hat, schließlich klaut es frech die digitalen Steine. Doch hier geht es weder flach noch entspannt zur Sache.

Shika-Q ist ein Puzzle-Battler. Was man da macht? Nun, im Prinzip löst man 3D-Puzzles nur halt unter extremen Zeitdruck und gegen einen Mitspieler. Leider scheint man ab einem gewissen Alter untauglich für solche Spiele, denn ich hatte mit den Puzzles und der 3D-Darstellung schon genug Probleme und hätte dankend auf die Häme meiner Mitspieler und den Zeitdruck verzichtet. Aber hey, wo ist da der Fun?

Das Prinzip von Tetris muss ich glaube ich niemanden erklären, oder? Mann muss Klötzchen so anordnen, dass sie Reihen ausfüllen und diese dann verschwinden. Das Spielprinzip wird erst durch den Zeitdruck spannend und herausfordernd. Bei Shika-Q kommt zusätzlicher Druck durch den Gegenspieler hinzu. Hier füllen wir zwar auch Reihen auf, färben diese aber ein. Ziel ist es das gesamte Spielfeld in unserer Farbe erstrahlen zu lassen. Wir können frei aus einem von drei möglichen Steinen wählen. Allerdings müssen wir uns beeilen, denn denn der Gegner schneller ist, müssen wir mit dem vorlieb nehmen, was in seinem gewählten Feld liegt. Ihr merkt schon: die Komponente zum Sieg ist eine extrem schnelle Auffassungsgabe. Die hat man halt ab eines bestimmten Alters nicht mehr und so habe ich gegen meine jüngeren Mitspieler(innen) kräftig abgeluust (sagt man doch so?).

Wenn ich die Kids aber untereinander habe spielen lassen, dann entspannten sich da deutlich längere Partien und in denen zeigte Shika-Q was es zu so einem kürzweiligen aber durchaus herausfordernden Spielerlebnis macht. Technisch ist das Spiel solide. Die Grafik für meinen Geschmack ein wenig zu bunt und grell, den Kids gefiel sie aber ganz gut. Ihnen gefielen auch die fetten Beats echt mega, mir schmerzten eher die Ohren. Die Menüs und Ranglisten sind ordentlich aufgeräumt und nicht überladen. Die Texte sind selbstverständlich eingedeutscht. Das gemeinsame Spielen funktioniert lokal und online. Ein Controller (pro Spieler) ist notwendig und die Belegung muss man gut verinnerlichen, damit man überhaupt eine Chance hat.

Meine Meinung

Shika-Q ist vielleicht nichts für verspielte Opas, aber deren Enkel gehen voll drauf ab. Es scheint auch ein gutes Party-Spiel zu sein, jedenfalls wurde mir das erzählt. Wer also Puzzles mag und nicht vor einer Herausforderung zurückschreckt oder die Omi mal an die Wand spielen will, der sollte sich das Spiel mal ansehen!

Shika-Q von Agni-Flare Co.

für: PlayStation 5 und Switch
Preis: 14,95 €
Link: Spiel im Nintendo eShop

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