Copa City

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Copa City

In Copa City bauen wir das Geschäft rund um das runde Leder auf und aus. Wir managen nicht nur unseren Verein, sondern bauen Imbissbuden, Fanshops, Fanmeilen und Public Viewing Areas rund um das Stadion. Gleichzeitig will aber auch unser Fußballverein auf Trab und Meisterschaftskurs gebracht werden. In Prinzip ist das hier also eine Mischung aus SimCity und Anstoss.

Leider versagt es auf ganzer Linie daraus ein spielerisches Erlebnis zu machen. Außerdem hat das Spiel so ein Geschmäckle an sich, denn als deutschen Vertreter entschied man sich für das Nazi-Stadion in Berlin. In der aktuellen Wetterlage sendet das eindeutig das falsche Zeichen. Da wäre jede anderes Stadion in Deutschland eine bessere Wahl gewesen. Neben dieser Geschmacklosigkeit kann man sich noch für ein Stadion in Polen und Brasilien entscheiden.

Die jeweiligen Städte erkennt man an ein paar ikonischen Bauwerken und einem entsprechenden Straßennetz. Der Rest ist aber generisch und hat wenig mit der Realität zu tun. Aber schließlich soll man da ja auch selbst bauen und Dinge verändern. Deshalb ist das schon okay so. Die Stadt ist dabei in Regionen eingeteilt, die unterschiedliche Ansprüche an den Spieler stellen. Manche davon sind auch versperrt und uns erst zugänglich, wenn wir uns vor Ort einen Namen gemacht haben.

Man hat auch ein paar handverlesene Fußballvereine lizenziert. Dazu gehören der BVB, FC Bayern, Arsenal und Flamengo. Ich bin ja nun echt kein Fan des runden Leders, aber selbst ich hätte es für sinnvoll und richtig empfunden, die zu den Vereinen gehörenden Stadien im Spiel zu finden. Mit Dortmund und München hätte man auch definitiv zwei sehr gute Alterativen zu Berlin. Aber immerhin haben die deutschen ein eigenes Stadion. Arsenal geht da nämlich leer aus, denn London und der Rest des Vereinigten Königreichs existieren schlichtweg nicht.

Aber kommen wir endlich zu den Spielmechaniken. Das eigentliche Management der Vereins spielt eher eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund stehen vor allem der kommerzielle Erfolg des Vereins. Fanshops sind die ultimativen Melkstationen, aber Imbissbuden spielen bei den Matches auch eine wichtige Rolle, schließlich wollen die Massen im Stadion gefüttert und abgefüllt werden. Also bauen wir rund um das Stadion unser kommerzielles Imperium auf.

Da auch nicht alle Fans ins Stadion passen, errichtet man in anderen Stadtgebieten große Public-Viewing-Areas und baut idealerweise gleich eine Fanmeile darum. Zwischendurch dürfen wir uns auch um Sponsoringverträge, Mannschaftsaufstellung und Spielstrategien kümmern.

Das alles klingt eigentlich als könnte es einem durchaus Spaß machen. Doch leider sind die Spielelemente extrem kantig und wenig abgestimmt, manche auch leider ziemlich fehlerhaft. Die Steuerung mit dem Controller funktioniert auch eher schlecht als recht. Wer kann, sollte es unbedingt auf dem PC mit Maus und Tastatur spielen. Vorausgesetzt, man will das überhaupt spielen.

Die Grafik sieht ganz nett aus, die Geräuschkulisse in den Stadien bringt Atmosphäre ins Spiel. Auf das Gedudel hätte man aber gerne verzichten können. Die Bildschirmtexte sind lokalisiert, die deutsche Übersetzung könnte aber besser sein. Wer kann schaltet besser auf Englisch um.

Meine Meinung

Nein, Copa City ist keine Empfehlung wert. Das Spiel ist alles andere als eine runde und vor allem spaßige Angelegenheit. Es regiert über lange Strecken Langeweile und manchmal auch Frust. Will man sich sowas freiwillig antun? Ich denke nicht!

Copa City von Triple Espresso S.A.

für: PC (Windows), PlayStation 5 und Xbox Series X|S
Preis: 24,99 €
Link: Spiel bei Steam und im Xbox Store