Mixtape

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Mixtape

In Mixtape erleben wir den letzten gemeinsamen Sommer von drei Teenagern, bei dem sich alles von das Erwachsenwerden und Musik dreht. Klingt bekannt? Ja, diese Zeilen habe ich vor vielen Jahren so auch zum ersten Life is Strange geschrieben. Mit Mixtape zeigen Beethoven and Dinosaur zeigen wie ein Nachfolger im Geiste wirklich auszusehen hat und wie man DON'T NOD sogar noch überflügeln kann.

Ich lehne mich sicherlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich schon jetzt behauptet, dass das definitiv unser Spiel des Monats ist.

Ich gehe jetzt mal stark davon aus, dass nicht mehr jeder weiß, was ein Mixtape ist, richtig? Dabei handelt es sich um eine selbst zusammengestellten Musiksammlung auf einer Kassette, später dann auch auf einer gebrannten CD. So ein Mixtape zeigte oft persönliche Gefühle und man gab sie gerne an seine Freunde weiter. Mit Aufkommen von MP3, Napster & Co. sind die Mixtapes dann ausgestorben und heute erinnern sich wohl nur mehr Alte Säcke mit nostalgischen Gefühlen daran.

Folglich spielt das Spiel zu einer Zeit, als es sie noch gab, also den guten alten 90ern. Das erkennt man an den Klamotten der drei, ebenso wie an der Musikauswahl. Die ist ganz mein Stil, dürfte aber auch jungen Gemüse die Gehörgänge nicht verknoten.

Ähnlich wie in Life is Strange bewegen wir uns von Schauplatz zu Schauplatz, den wir dann relativ frei erkunden können. Während wir das tun, unterhalten sich die drei aber weiter. Hin und wieder finden wir Dinge, die Erinnerungen aktivieren. Dann dürfen wir diese nachspielen.

Der Übergang von Zwischensequenzen zu Spielszenen ist fließend und so perfekt, dass man das manchmal gar nicht mitbekommt. Das ist aber nicht schlimm, denn dann blendet das Spiel einen Hinweis zur Steuerung ein und macht uns so darauf aufmerksam, dass es von uns Eingaben erwartet.

Die Spielszenen bestehen aus kleineren Events. So fahren wir mal mit dem Skateboard, mal mit dem Einkaufswagen einen Hügel hinunter. Dabei müssen wir Autos ausweichen und können uns an kleineren Kunststücke n versuchen. Dann dekorieren wir ein Haus mit Klopapier, lassen Steine über das Wasser springen und rocken auf Knopfdruck zur Musik ab. Nichts davon ist anspruchsvoll, aber so gut in das Spielgeschehen integriert, dass es einen auch nicht auffällt. Mictape spielt man wegen der Geschichte und der guten Musik - der Rest ist nur Beiwerk!

Dieser Text ist mit der heißen Nadel gestrickt. Ich habe das Spiel erst gestern Abend erworben (einen Key wollte man uns vorab leider nicht schicken) und bis jetzt knapp 2 Stunden gespielt. Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass auch der Rest des Spiels hält, was diese ersten Stunden versprochen haben. Das System meiner Wahl ist übrigens die Switch 2. Gespielt wurde aber ausschließlich im Dockmodus mit Pro Controller, also so wie man es auch auf PS5 und Xbox spielen würde.

Technisch läuft es stabil, flüssig und fehlerfrei. Beim Grafikstil hat man sich für einen abstrakten Comiclook entschieden, der sehr gut zum Spiel passt. Beim Soundtrack wird man zweifellos auf viele bekannte Namen stoßen, jedenfalls wenn man selbst ein Kind der 80/90er Jahre ist. Zweifellos ist er das Herzstück von Mixtape. Gesteuert wird mit dem Controller, den man auch am PC zur Hand haben sollte. Wer unterwegs bzw. im Handheldmodus spielen will, der sollte auf alle Fälle gute Kopfhörer zur Hand haben, denn sonst macht es keinen Spaß.

Meine Meinung

Mann-oh-Mann, ist das gut! Das narrative Abenteuer alla Life is Strange funktionieren können, beweist Mixtape auf eindrucksvolle Art und Weise. Der Mai ist zwar erst wenige Tage alt, ich bin mir aber sicher, dass ich diesen Monat kein besseres/intensiveres Spielerlebnis geboten bekommen. Absolut spielenswert und die 19 Euro in jedem Fall wert!

Mixtape von Beethoven and Dinosaur

für: PC (Windows), PlayStation 5, Switch 2 und Xbox Series X|S
Preis: 18,99 € (im GamePass Ultimate und PC enthalten)
Link: Offizielle Webseite