Mayor May Knott

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Mayor May Knott

Als ich das Spiel zum ersten Mal gestartet habe, begrüßte mich ein kleiner Zug und fette Techno Beats inkl. Gesang. Da kamen sogar die Kinder aus ihren Löchern gekrochen und haben geschaut, was denn die Mama da treibt.

Mayor May Knott ist ein gemütliches Horror-Adventure in einer 3D-Welt, in der es ziemlich abgedrehte Typen, Monster und was weiß ich noch alles gibt. Gemütlicher Horror?! Ja, das wollte für mich auch nicht zusammenpassen.. Was der Entwickler aber vermutlich damit meint, ist die Tatsache, dass wir nie hektisch fliehen und/oder uns Zombiehorden erwehren müssten. Schreckmomente gibt es aber einige.

Wir sind ein kleines Mädchen mit ultralangen Pipi-Zöpfen. Zum Spielstart kommen wir in besagtem Zug an, der offenbar am Ende seiner Reise angelangt ist. Wir stehen dann erstmal etwas ratlos aus dem Bahnsteig und machen uns dann auf, dass Örtchen zu erkunden. Natürlich sind wir nachts angekommen, die Straßen also leer und nirgends jemand zu sehen. Aus einer Tür lugt ein Gesicht mit glühenden Augen, dass uns wohl beobachtet. Besser mal nicht dort nach dem Weg fragen...

So beeindruckt wir vom Spielauftakt waren, so ernüchtert sind die ersten Minuten im Spiel. Da passiert nichts und man hat auch keinen Plan was man eigentlich hier tun soll. Nach gut fünf Stunden kann ich euch sagen, dass auch leider so bleibt. Zar gib es später ein paar Schrecken und auch eine Handlung, aber irgendwie bleibt das alles in seiner Mittelmäßigkeit stecken.

Hinzu kommt, dass ich unter Linux mit Proton leider ein paar Performance-Probleme hatte, die es wohl unter Windows nichts gibt. Nachdem Frank aber Proton und Treiber aktualisiert hat, lief es etwas besser. Zur Bedienung empfiehlt sich ein Controller. Kein Problem, der funktioniert auch tadellos. Das Spiel zeigt aber komischerweise die PlayStation-Knöpfe an, obwohl wir einen Xbox -Controller verwenden. Das ist ziemlich doof. Ich habe mir dann einen PS-Controller von den Kindern geliehen und neben die Tastatur gelegt, damit ich schnell schauen kann wo welcher Knopf sich befindet und dann den entsprechenden auf dem Xbox-Controller gedrückt. Das funktionierte, war aber alles andere als optimal. (Hinweis: Ein Update hat dieses Problem kurz nach meinem Test behoben.)

Der abgedrehte Grafikstil, die spooky Atmosphäre und die dazu pasende Soundkulisse gefallen mir schon ganz gut. Die Spielmechaniken funktionieren auch solide, bieten aber kaum Herausforderungen. Das nimmt dem Horror deutlich an Schrecken. Vielleicht ist das mit dem gemütlichen Horror doch keine so gute Idee...!?!

Übrigens Sprachausgabe gibt es abgesehen vom Intro-Gesang keine. Die Texte sind aber lokalisiert, wenn auch die englischen Texte den deutschen qualitativ überlegen sind. Nervend ist die akustische Untermalung der Dialoge. Da fiept es in unterschiedlichen Tonlagen, dass einem die Ohren schmerzen. Das ist echt schrecklich... Oh, hey ich habe den Horror gefunden, er versteckt sich im Lautsprecher!!!

Meine Meinung

Mayor May Knott ist schon ganz nett, leider aber auch nicht mehr. Das Beste am Spiel ist tatsächlich das Intro,. Und der wirkliche Schrecken ist die akustische Gestaltung der Dialoge. Nein, dass muss man sich nicht antun!

Mayor May Knott von Ravenous Images

für: PC (Windows) bei Steam
Preis: 24,50 €