Guilty Gear -Strive-
Ich hau dir aufs Maul! Wo? In Guilty Gear -Strive- natürlich. Da kann man sich nämlich vorzüglich virtuell prügeln. Wir konnten uns davon anlässlich des kürzlich erfolgten Updates auf Version 2.0 und dem Start der fünften Season überzeugen.
Solche Brawler waren in meinem Freundeskreis sehr beliebt. Street Fighter, Mortal Combat & Co. haben wir damals rauf und runter gespielt. Irgendwann war ich aber raus. Nun hat mich Guilty Gear -Strive- wieder zu diesem Genre zurückgebracht. Dabei dreht das Spiel alles auf Anschlag und präsentiert sich in einem eher fernöstlichen Setting. Folglich wundert es auch nicht, dass sich hier muskeelbepackte bzw. vollbusige Animekörper kloppen.
Seit der ursprünglichen Veröffentlichung ist einige Zeit verstrichen und es hat sich offenbar viel getan. Das kann ich aber nicht bewerten, denn ich starte mit dem Key für die Guilty Gear 2.0 Starter Edition in den Kampf. Neben dem Spiel beinhaltet diese alle bisher erschienen Inhalte und Zugang zur aktuellen Season 5. Bei der Masse an Inhalten war es mir leider aber unmöglich mir alles anzusehen. Ich habe mich für einen kleinen Rundumschlag entschieden, der mir hoffentlich ein gutes Bild vermittelt hat. Schließlich prügeln wir uns hier - und das ist schließlich keine Wissenschaft!
Fernöstlich geht es schön bunt und mit wahren Effektengewittern zur Sache. Wie bei Comics halt so üblich, wird hier auch mit der Gewaltdarstellung kaum hinter dem Berg gehalten. Guilty Gear -Strive- ist ziemlich brutal und macht daraus kein Geheimnis. Doch wie spielt sich das denn nun eigentlich? Ziemlich rund. Zunächst hat man aber eine Lernphase, die Angriffsmuster und die Spezialfähigkeiten zu lernen. Das dauert inzwischen bei mir deutlich länger als früher. Man(n) wird halt nicht jünger. Als ich mich dann aber für einen der Charaktere entschieden hatte, war ich erstaunlich gut gegen die KI. Als ich dann gegen unseren Nachbar und dessen Sohn antrat, war das aber schnell vorbei. Mir fehlt wohl doch etwas Übung...
Zu den bunten Feuerwerk am Bildschirm gesellt sich übrigens ein fetziger Soundtrack. Natürlich fehlen auch Geräusche und Kampfsprüche nicht, die die Atmosphäre zusätzlich verdichten. Das man so ein Spiel mit Controller spielt, steht wohl außer Frage. Sehr schön auch, dass man diese bei Bedarf anpassen darf. Auch sonst kann man sich über Einstellungsmöglichkeiten kaum beklagen.
Überrascht hat mich dann, dass das Prügeln in eine Rahmenhandlung verpackt wurde und man ab und an eine kleine Filmszene zu sehen bekommt. Sowas ist zwar eigentlich unnötig, steigert aber die Atmosphäre und Motivation gewaltig. Das Spiel ist in Japanisch und Englisch komplett vertont, bietet aber auch deutsche Bildschirmtexte. Die sind ordentlich übersetzt, da gibt es nichts zu meckern.








Meine Meinung
Wer sich gerne mal wieder so richtig verprügeln lassen will, der bekommt mit Guilty Gear -Strive.- die Grundlage dafür. Dann braucht man sich nur noch den (erwachsenen) Nachbarsjungen einladen und schon fliegen die Fäuste und meine Zähne. Ja, ich hatte wieder sehr viel Spaß, muss mir aber wohl eingestehen, dass ich nicht mehr so ganz in die Zielgruppe falle. Aber dafür kann ja das Spiel nichts.
Guilty Gear -Strive- von Arc Systems Works
für: PC (Windows), PlayStation 5 und Xbox Series X|S
Preis: 39,99 € (Standard), 89,99 € (2.0 Starter Edition)
Link: Spiel bei Steam und im Xbox Store