Ground Zero Hero

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Ground Zero Hero

Wenn man einen mutierten Helden, Auto-Battler-Gameplay und eine Dose Humor in einen Mixer steckt und auf Start drückt, dann kommt dabei Ground Zero Hero heraus. Das spielt sich überraschend frisch und anders, obwohl es eigentlich nur bekannte Spielelemente kopiert.

Aber wie heißt es so schön: Die Mischung machts! Und in diesem Falle ist sie mehr als gut gelungen. Unser Held startet das Spiel immer mit der Wahl von einer von drei zufällig ausgewürfelten Mutationen. Mit dem Hühnerarsch legt man explosive Eier, mit der Drachenlunge spuckt man Feuer und mit dem Stachelrücken piekst man Gegner. Danach rennt man durch die Gegend, die gewählte Mutation wird in kurzen Abständen automatisch ausgelöst. Kennt man.

Die Gegner könnten kaum abgedrehter sein. Von Schnecken über Zombies bis hin zum Kangeruh mit Boxhandschuhen reicht die postapokalyptische Vielfalt. Das Spiel besitzt einen Tag-Nacht-Zyklus, bei dem sich Anzahl und Gegenertypen verändern. Nachts sollte man sich lieber in einen Bunker verziehen und eine Runde schlafen, sofern man rechtzeitig einen Eingang findet. Die Gegner hinterlassen grüne Soße und manchmal auch Süßigkeiten. Mit der verstrahlten Soße können wir weitere Mutationen freischalten, die Süßigkeiten gewähren uns besondere Extras. Auf insgesamt fünf Schauplätzen kann man sich tummeln, muss vier davon aber erst freischalten. Zum Anfang stapfen wir durch den Wüstensand.

Ground Zero Hero gehört zu den etwas anspruchsvolleren Auto-Battlern und startet auch schon mit einem ordentlichen Schwierigkeitsgrad. Mit etwas Übung ist dem aber durchaus beizukommen. Unfair wird es nie, denn alle Spielelemente werden einem erklärt und das Spiel macht deutlich, dass das Versagen einzig und alleine am Spieler liegt.

Entwickelt wurde es übrigens von Rowan Edmondson im Alleingang. Er hat von Spielidee über Grafik bis hin zum Gedudel, pardon dem Soundtrack, alles selbst gemacht. Respekt, denn das merkt man dem Spiel an keiner Stelle an. Die Grafik könnte einem Comic entsprungen sein, entsprechend übertrieben sind auch die Spezialeffekte. Bei der Animation beschränkt man sich auf das Wesentliche. Das fällt im hektischen Spielmomenten aber gar nicht auf. Insgesamt geht die Optik schon in Ordnung. Gleiches gilt auf für den Soundtrack, den ich mir zwar nie freiwillig außerhalb des Spiels antun würde, beim Spielen aber gar nicht gestört hat. Tatsächlich passt er eingentlich sogar ganz gut zum Rest des Spiels.

Gespielt habe ich auf der Switch 2, allerdings ausschließlich im Handheld-Modus, weil ich beruflich unterwegs war. Das klappte ganz gut. Ich vermute aber, dass das Spiel auf dem großen Bildschirm nochmal einen deutlich bessere Figur abgibt. Für das Spiel empfiehlt sich ein Controller. Ob das Spiel auf dem Steam-Deck läuft ist unbekannt, allerdings müsste es da schon drauf laufen. Auf Steam gibt es eine kostenlose Demo.

Meine Meinung

Ground Zero Hero kann man zunächst allen empfehlen, die von Auto-Battlern nicht genug kriegen können. Auch Einsteiger und Casual-Spieler, die gewillt sind sich etwas einzuarbeiten und nicht gleich beim ersten Ableben den Controller aus dem Fenster werfen, sollten sich das Spiel mal ansehen. Und alle, die Spiele mögen, die sich selbst nicht allzu ernst nehmen, dürfen gerne auch mal einen Blick riskieren.

Ground Zero Hero von Rowan Edmondson

für: PC (Windows, MacOS), PlayStation 5, Switch 2 und Xbox Series X|S
Preis: 9,75 € (PC), 8,73 € (Switch 2), 10,49 € (Xbox)
Link: Spiel bei Steam und im Nintendo eShop