The Posthumous Investigation

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The Posthumous Investigation

Es wird mal wieder Zeit für so klassisches Adventure. Wie gut, dass gerade die Posthumous Investigation erschien und auf einen wackeren Detektiv wartet. Und nein euerer Monitor ist nicht kaputt, das Spiel ist monochrom. Das passt nämlich super zum Noir-Setting.

Das Spiel beginnt in einem typischen Büros eine Schnüfflers und mit einem Brief. Der stammt von einem wohlhabenden Menschen, der seine Ermordung vorausgesehen hat und uns mit der Ermittlung beauftragt. Das finden wir natürlich großartig, denn das bedeutet, dass unser Auftragsgeber kein Widerwort zu unserem Ermittlungsstil haben kann. Er ist ja schon tot. Nicht der Schluss zu dem ich gekommen wäre. Ich hätte mich nämlich eher gefragt, wer denn unsere Rechnung zahlt, der Auftragsgeber ja sicherlich nicht. Er ist ja tot.

Aber egal. Machen wir uns an die Lösung des Falls. Wo wir beginnen? Natürlich am Tatort. Der ist glücklicherweise nur wenige Schritte entfernt, wird aber von einem Absperrband und zwei Polizisten beschützt. Wie praktisch dass die Apotheke nebenan eine Hintertür in die Gasse besitzt. So sammeln wir also die ersten Hinweise. Die werden dann in einem jederzeit einsehbaren Notizbuch hinterlegt und sind fortan auch in Dialogen aus wählbar.

Unser gewissenhafter Ermittler notiert sich auch alle Informationen zu seinen Gesprächspartnern, so dass wir dort auch bald ausführliche Profile finden. Sicherlich ist da auch der Täter dabei. Doch wer es ist, wird nicht verraten.

Alle unsere Aktionen kosten übrigens Zeit, die gnadenlos heruntertickert. Das ist ein wichtiger Aspekt, denn manche Aktionen lassen sich nur innerhalb einer bestimmten Zeit oder nur zu einem bestimmten Zeitpunkt ausführen. Verpasst man etwas, dann gibt es aber immer noch einen alternativen Weg. Das Spiel führt also in keine Sackgassen. Wer aber einem logischen und strikten Zeitplan für seine Aktionen folgt, der hat weniger Ärger und spart sich den einen oder anderen Umweg. So gut das auch funktioniert, so nervig fand ich dieses Spielelement. Ein Adventure will ich in Ruhe und ohne Druck erleben und spielen.

Werfen wir einen Blick auf die Technik. Das Spiel ist komplett schwarz-weiß. Der Grafikstil ist gezeichnet und hat ein paar Comicelemente. Wir erleben das Spiel aus der Seitenperspektive. Akustisch gibt es sanfte Klänge im Hintergrund und ab und an mal ein paar Geräusche. Gesprochen wird nicht. Wir müssen die Dialoge also selber lesen. Die werden uns comicartig in Sprechblasen präsentiert, was es leicht macht, ihnen zu folgen. Allerdings gibt es Lokalisierungen nur in Portugiesisch, drei asiatischen Sprachen und Russisch. Also bleibt einen wohl nur die englischen Texte zu lesen, was aber schon etwas mehr Sprachkenntnisse erfordert, als man in der Schule beigebracht bekommt.

Die Steuerung ist klar auf eine Maus ausgelegt. Die Emulation per Stick am Controller funktioniert aber ganz gut. Da das Spiel für die Switch ausgelegt ist, funktioniert der Mausmodus der Switch 2 leider nicht, was sehr schade ist. Wer unterwegs spielen will, der ist mit der Switch besser beraten als mit dem Steam-Deck, denn dort gibt es ein paar kleinere Probleme, die den Spielspaß etwas trüben.

Meine Meinung

Wer schon immer mal einen Noir-Mordfall mit einem Klischee-Detektiv lösen wollte, ist bei The Posthumous Investigation gut aufgehoben. Das Spiel ist ein gutes Adventure mit ein paar nervigen Elementen, unterm Strich aber durchaus spielenswert. Insbesondere wenn man sich an dem Zeitdings nicht so sehr stört, wie ich.

The Posthumous Investigation von Mother Gaia Games

für: PC (Windows, macOS) und Switch
Preis: 17,55 € (PC), 19,949 € (Switch)
Link: Spiel bei Steam und im Nintendo eShop