Dreadline Express
Mord im Orient Express war gestern. Heute fahren wir mit dem Dreadline Express, der uns das Fürchten lehren will. Wie schon bei Agatha Christie müssen wir in einem Zug ermitteln. Wir sind zwar weder Miss Marple noch Hercule Poirot, aber so einen Mord klären wir doch mit links auf, oder?
Im Spiel ist die Welt so richtig im Arsch und der Dreadline Express der letzte Zug mit Überlebenden. Wir sind also auf einen echten Höllentrip ohne Rückfahrschein. Hinter jeder Tür erwartet uns ein Mysterium, dem wir auf den Grund gehen können. Ob wir dabei die anderen Passagiere zu unseren Verbündeten oder Feinden machen, liegt ganz bei uns.



Die Handlung ist ganz okay und hat auch ein paar interessante Momente und Schrecken zu bieten. Interaktionen finden in Form eines Kartenspiels statt. Das ist nichts Neues, aber gut ins Spiel integriert. Daneben bewegen wir uns frei in der Ego-Perspektive durch den Zug. Dabei erwartet uns keine ultrarealistische Grafik, sondern ein netter, etwas abgedrehter Stil. Der hat mir gut gefallen und die abstrakte Grafik lies mich die Ego-Perspektive auch etwas besser vertragen. Allerdings habe ich auch alle halbe Stunde eine Pause gemacht, um der Übelkeit zuvor zu kommen. Gar nicht übel ist übrigens auch der Soundtrack. Der bleibt nämlich schön im Hintergrund und passt hervorragend zu den Spielszenen. Mit Geräuschen hält sich das Spiel auch eher zurück, was aber der gruseligen Atmosphäre nur zu gute kommt.
Während man mit Tastatur und Maus das Spiel gut kontrollieren kann, habe ich aber gerne auch zum Controller gegriffen, womit man das Spiel besser im Griff hat. Das Spiel kann man in vielen Sprachen genießen, darunter Spanisch, Tschechisch, Japanisch und Englisch. Deutsch fehlt in dieser Aufstellung aber. Ich habe ein wenig auf Spanisch, aber hauptsächlich auf Englisch gespielt. Bei beiden sind die Texte gut verständlich. Sprachausgabe gibt es keine. Ob das Spiel auf Steam Deck und Maschine läuft, ist unbekannt. Da ich es aber problemlos unter Linux zum Laufen gebracht habe, spricht da eigentlich nichts dagegen. Eine echte Linux-Version gibt es aber nicht, aber zumindest eine für Mac!









Meine Meinung
Eine gruselige Zugfahrt im Spooktober hätte ich nun also hinter mir. Kann ich die empfehlen? Eigentlich schon. Sie ist für ein paar unterhaltsame Stunden mit eher durchschnittlichen Rätselspaß gut. Die Handlung, die interessanten Charaktere und die Dialogmechanik sind aber gut gelungen. Wem das Setting anspricht, der sollte ine Fahrkarte für den Dreadline Express lösen.
Dreadline Express von David Konecny
für: PC (Windows, macOS) bei Steam
Preis: 12,49 €