4PGP: Four Player Grand Prix

Teilen
4PGP: Four Player Grand Prix

Ich gebe es zu: die Formel Eins hat mich nie groß abgeholt. Die Spiele dazu habe ich aber umso intensiver genossen, zumindest damals als ich noch jung war. Spiele zum Rennzirkus gibt es immer noch. Die sind aber meistens richtige Spaßbremsen, denn sie simulieren jede Schraube am Fahrzeug und ohne Einarbeitung bleibt das Podest in unerreichbarer Ferne.

4PGP macht das anders. Es erinnert an die Arcade-Rasereien von früher und setzt Spielspaß und kurzweiliges Rennvergnügen vor alles andere. Ja, das inkludiert natürlich auch Realismus. Vermissen tut man den aber gar nicht.

Natürlich fehlt 4PGP die Lizenzen, was aber nicht weiter tragisch ist. Wer sich auskennt, der kann die verschiedenen Rennställe problemlos identifizieren und wen nicht, dann ist's auch egal. Die Rennen machen so oder so enorm viel Spaß. Den steigert man, wenn man sich ein paar Mitspieler(innen) organisiert. Der Name ist schließlich Programm: Vier Spieler Grand Prix!

Ich habe freundlicherweise einen Key für die Switch 2 bekommen und folglich auf dieser gespielt. Das funktioniert im Handheld-Modus ganz gut, aber besser ist es mit dem Pro-Controller am großen Bildschirm. Gemeinsames Spiel funktioniert hierbei via Gameshare, d. h. die Mitspieler(innen) brauchen zwar eine eigene Switch, nicht aber das Spiel. Unterstützt wird das sowohl lokal (im gleichen Netzwerk), wie auch online via Gamechat - in letzterem Fall benötigt man aber ein kostenpflichtiges Abo. Was fehlt ist aber ein Split-Screen-Modus für die Couch. Der würde das Spiel partytauglicher machen.

Update (18.08.): Nachdem Rob (Polygonien) mich darauf ansprach, habe ich gestern Kontakt mit den Entwicklern aufgenommen und kann nun verkünden, dass das Spiel auch auf der Switch 2 einen Split-Screen-Modus besitzt. Bei mir war ein Bug am Werk, der sich mit einer Neuinstallation aber erschlagen lies. Ich habe gerade eine Partie im Split-Screen-Modus beendet und kann freudig verkünden, dass das in der Tat die spaßigste Art ist 4PGP zu erleben. Es gibt also keinen Unterschied zu PC und den anderen Konsolen.

Optisch ist 4PGP zwar nicht wirklich hässlich, schön aber leider auch nicht. Wirklich stören tut einen das aber auch nicht. Sobald man im Rennen ist, konzentriert man sich ohnehin auf Asphalt und Rennwagen. Auch hat die sparsame Grafik natürlich Vorteile bei der Performance, über die man sich nicht beklagen kann. Das Spiel ist immer flüssig - egal ob auf großem oder kleinen Schirm. Die Menüs und anderen Texte sind lokalisiert und ordentlich übersetzt. Man kann auch zwischen imperialer und metrischer Geschwindigkeitsanzeige wechseln.

Selbstverständlich gibt es neben Meisterschaften, auch Einzel- und Zeitrennen, die man spielen kann, wenn man gerade mal keine Freunde zur Hand hat. Damit das auch nicht zu schnell langweilig wird, gibt es zahlreiche bekannte und weniger bekannte Strecken. Die unterscheiden sich in Schwierigkeit und Anspruch teilweise deutlich. Deshalb empfehlen sich die Solo-Modi auch als Probefahrten, bevor man sich vor seinen Freunden blamiert. Die Rennwagen unterscheiden sich übrigens nicht nur in ihrer Bemalung, sondern auch in ihrem Fahrverhalten. Allerdings beschränkt man sich hier auf drei Grundwerte und simuliert nicht jedes Schräubchen. Ein Glück!

Meine Meinung

4PGP ist eine spaßige Arcade-Raserei, die mich an meine glorreichen Tage in der Kindheit denken lassen, als mir der Platz auf dem Podest immer sicher wahr und Freunde zu Feinden wurden. Klappt anno 2026 übrigens immer noch, auch wenn das Podest meist von anderen bestiegen wird. Wer mal unkomplizierten Rennspaß erleben will, kann bedenkenlos zugreifen.

4PGP: Four Player Grand Prix von 株式会社3goo

für: PC (Windows), PlayStation 5, Switch 1/2 und Xbox Series X|S
Preis: 19,99 € (PC, PS5, Switch, Xbox), 24,99 € (Switch 2)
Link: Spiel bei Steam und im Nintendo eShop