Skautfold: Moonless Knight

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Skautfold: Moonless Knight

Der Solo-Entwickler Steve Gal hat sich aufgemacht um mit Skaotfold: Moonless Knight die Welt der Metroidvanias zu erobern. Ob ihm das gelang, wollen wir hier ergründen.

Für die Handlung hat er sich bei Lovecroft bedient und bringt so ordentlich Horror ins Spiel. Wir sind ein Ritter und werden im Auftrag unseres Herrschers nach Japan entsandt. Was als diplomatische Mission beginnt, wird schnell zum Alptraum, denn wir laden in mitten einer religiösen Rebellion. Solche Fanatiker haben wenig bis gar keinen Verstand und so dürfte es niemanden verwundern, wenn diese plötzlich Dämonen und Monster ins Spiel bringen - nur um festzustellen, dass sie diese gar nicht kontrollieren können. Das ist freilich nichts neues und wir, der strahlende Ritter, wird gleich mal als Monsterjäger bestellt.

Ich habe jetzt die Handlung stark vereinfacht und den ganzen wirren Kram mal außen vor gelassen. Um ehrlich zu sein konnte und wollte ich der Handlung nicht folgen, sie war mir zu abgedreht und vor allem auch ein fürchterliches Durcheinander, dem man wohl selbst mit Lovecroft-Studium kaum folgen kann.

Die Geschichte konnte mich schon mal nicht abholen, aber wie sieht es denn mit den spielerischen Werten aus? Die sind ganz okay, aber unterm Strich ist Skautfold: Moonless Knight halt dann doch nur ein Metroidvania unter vielen. Das ist jetzt nicht weiter tragisch, denn die Spielmechaniken funktionieren gut. Auch ist es ziemlich anspruchsvoll, so dass einem nicht so schnell langweilig wird.

Das Spiel präsentiert sich in flacher 2D-Grafik. Die ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und versprüht einen gewissen Baukasten-Charme. Man hat sich aber viel Mühe gegeben und die einzelnen Schauplätze sind auch interessant genug, um sie erkunden zu wollen. Die Geräuschkulisse ist zwar mager, passt aber ganz gut zum Setting, ebenso wie der Soundtrack. Ja der hat seine Höhen und Tiefen, meistens trifft er aber die Szene doch ganz gut. Manchmal dudelt er aber auch nur so vor sich hin und das kann einem schon nerven, besonders wenn man gerade an einer Stelle festhängt.

Gespielt habe ich Skautfold: Moonless Knight auf der Switch 2 überwiegend im Handheld-Mode. In der Größe war die Grafik für mich am ehestens ertragbar. Lokalisiert wurde das Spiel übrigens nicht, es ist komplett Englisch. Sprachausgabe gibt es keine, aber an Dialogen und Text zum lesen mangelt es nicht. Irgendwann neigt man dazu, den nur mehr halb wahrzunehmen, was die es aber nur noch schwerer macht, der wirren Handlung überhaupt zu folgen. Aber das ist ja auch Teil der Lovecroft-Experience.

Meine Meinung

Skautfold: Moonless Knight ist leider nur ein Metroidvania unter vielen. Das eigentliche Kernspiel hat mir auch gut gefallen, lediglich die Handlung war mir zu abgedreht, die Doaloge und Erzählungen viel zu langatmig. Den meisten auf Steam scheint es aber deutlich besser zu gefallen, es scheint also nur nicht so ganz den Nerv bei mir zu treffen. Bildet euch am Besten eine eigene Meinung.

Skautfold: Moonless Knight von Steve Gal

für: (PC (Windows), PlayStation 4/5, Switch, Xbox One und Series X|S
Preis: 9,75 € (PC), 14,99 € (Konsole)
Link: Spiel bei Steam und im Nintendo eShop