Saint Slayer: Spear of Sacrilege

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Saint Slayer: Spear of Sacrilege

Ein weiterer Eintrag für Retro-Metroidvanias. Saint Slayer: Spear of Sacrilege wäre sehr gerne ein Casstlevania und schafft zumindest beim Schwierigkeitsgrad das auch. Beim Rest kommt man dann aber leider an das große Vorbild nicht heran.

Wir sind ein Monsterjäger. Unser Outfit haben wir aber Dr. Henry Jones jr. geklaut, als der gerade unter der Dusche stand. Vielleicht hat er das aber auch von Van Helsing? Der hat ja auch so einen Schlapphut und meist auch Klamotten aus Leder am Leib. Naja, das erfahren wir wohl erst, wenn uns einer der beiden in Unterhosen über den Weg läuft...

Übrigens ist der Titel "Saint Slayer" doppeldeutig. Er kann sowohl "Heiliger Schlächter" als auch "Heiligenschlächter" bedeuten. Da wir aber letzteres nicht tun, sondern vor allem böse Zauberer, ihre wiederbelebten Leichen und sonstiges monströses Zeug beseitigen, ist wohl die erste Übersetzung zutreffender. Was wir aber hier tun ist eigentlich doch ziemlich unchristlich. Liebe deinen Nächsten gilt doch auch für Zombies und Zauberer, oder?!

Neben dem Schlapphut haben wir auch ein Messer dabei, das wir gerne und häufig irgendwo rein stecken. Vorzugsweise natürlich in fleischige Leiber, notfalls "erstechen" wir aber auch Skelette damit. Vielleicht handelt es sich ja bei dem Messer ja um die "heilige Klinge des göttlichen Metzgers". Die macht natürlich auch mit Knochen kurzen Prozess. Aber lassen wir das. Widmen wir uns lieber der Geschichte des Spiels.

Ja, Saint Slayer möchte uns durchaus auch was erzählen. Das passiert hauptsächlich durch Dialoge und kleine Szenen, die direkt in Spielgrafik inszeniert sind. Das kommt der tollen Atmosphäre zu gute. Die Grafik ist im groben Pixeln gehalten und versprüht den Charme der 8bit-Era. Auch akustisch ist man da ziemlich nahe dran. Dem Alten Sack hier gefällt das natürlich ausgesprochen gut. Ein jüngeres Publikum mag das aber wohl eher abschrecken. Das ist natürlich schade, denn ihnen entgeht da ein ziemlich gutes Metroidvania mit durchaus unterhaltsamer Geschichte.

Ich habe es auf der Switch 2 gespielt. Im Handheld-Modus funktioniert es ganz gut, ich mir gefiel es aber auf dem großen Bildschirm besser. Da ist man halt einfach noch viel näher an den groben Pixeln dran. Übrigens hat Saint Slayer auch ein Passwort-System, ganz so wie damals. Das ist zwar atmosphärisch nett, aber ehrlich hätte ich ein modernes Speichersystem schon bevorzugt. Alle Texte sind übrigens nur in Englisch vorhanden, Lokalisierungen gibt es keine. Wer der Story folgen will, sollte schon solide Sprachkenntnisse vorweisen können, sonst entgeht einem das eine oder andere vielleicht.

Meine Meinung

Oh ja, Saint Slayer ist echt ein ganz nettes Retroabenteuer und durchaus spielenswert. Jedenfalls wenn man so Old-School-Spielen etwas abgewinnen kann.

Saint Dlayer: Spear of Sacrilege von

für: PC (Windows), PlayStation 4/5, Switch, Xbox One und Series X|S
Preis: 10,99 € (Switch), 10,49 € (Xbox), 9,75 € (PC)
Link: Spiel bei Steam und im Nintendo eShop