Rogue Point

Rogue Point

Erinnert ihr euch an Black Mesa? Das selbe Team macht nun Rogue Point und als Fan des Vorgängers wollte ich mir das unbedingt mal ansehen. Dank des Publishers Team17 kam auch prompt ein Key für die Early Access Version, die ich seitdem immer wieder gespielt habe. Nun könnt ihr meine Erfahrungen damit auch lesen.

Wir haben es hier mit einem taktischen Shooter (ja, einem Ballerspiel) zu tun. In der Welt von Rogue Point kämpfen Großkonzerne gegeneinander. Wenn dann ein CEO verstirbt, stürzen sich die anderen wie Hyänen auf dessen Nachlass. So jedenfalls die Rahmung der Handlung. Letztlich ist die aber egal, denn das Spielprinzip ist sofort klar: den Gegner eine Bleifüllung verpassen bevor er das mit einem tuen kann. Aktuell gibt es vier Schauplätze: einen Flughafen, ein Büro, ein Einkaufszentrum und eine Ölbohrinsel. Klingt nach wenig, aber alle Schauplätze sind sehr umfangreich gestaltet und haben dutzende Möglichkeiten sich zu verstrecken, Wege abzukürzen und den Feind in den Rücken zu fallen.

Wie immer gilt Learning by Doing/Dying. Das macht natürlich mit Freunden mehr Spaß, als mit Fremden oder alleine. Dummerweise klappte das aber nicht, weil die keine unfertigen Spiele mehr spielen. So habe ich mich erstmal alleine mit den Karten vertraut gemacht, bevor ich einige andere Spieler in meine Session einlud. Da hatte ich viel Glück, denn keiner von denen war ein Spielverderber und wir hatten einen Abend lang viel Spaß miteinander.

Wir haben uns auch unterhalten, was denn Rogue Point nun besser/anders macht als die Masse an ähnlichen Ballerspielen. Eigentlich nichts. Es verpackt halt bekannte und funktionierende Spielmechaniken in ein neues Gewand. Das macht es aber durchaus ganz gut. Auch nimmt sich das Spiel nicht bierernst und sorgt ab und an auch mal für Lacher. Das ist nett und macht das Erlebnis auf weniger frustrierend, wenn man mal wieder den Löffel abgibt.

Technisch steht Rogue Point noch auf einem etwas wackeligen Gerüst. So gab es Verbindungs- und Performanceprobleme. Der letzte Patch hat die nicht alle behoben, aber deutlich reduziert. Die Grafik ist ganz passabel und hat viele nette Effekte zu bieten, dem die Akustik in nichts nachsteht. Die Steuerung mit Maus und Tastatur ist gut, den Controller lässt man besser in der Schublade. Das Spiel ist lokalisiert, beschränkt sich dabei aber auf Menüs und Texte. Sprache gibt es nur in Englisch. In einem Shooter kann man das aber wohl auch vernachlässigen.

Mein Ersteindruck

Ganz okay. Kann man spielen, muss man aber nicht. Ich vermute mal, dass das Spiel eher mittelmäßig wird. Aber vielleicht überraschen uns die Entwickler ja noch und bringen noch ein paar Dinge ins Spiel, die es interessanter macht. Aktuell würde ich die Early Access Version aber nur unter Vorbehalt empfehlen wollen.

Rogue Point von Crowbar Collective

für: PC (Windows) im Early Access bei Steam
Preis: 19,99 €
Link: Offizielle Webseite