Donkey Kong Bananza
Donkey Kong II auf dem Game & Watch war meine erste Berührung mit dem Affen. Das Gerät habe ich immer noch. Es liegt gerade neben der Tastatur, während ich diese Zeilen tippe. Es handelte sich um einer jener Geräte mit zwei Bildschirmen. Das war lange vor dem DS und ziemlich faszinierend. Danach hatte ich zwar auch noch einen GameBoy, aber auf diesem nie Kontakt mit dem Affen.
Als nun die Switch 2 bei uns Einzug hielt, wollte ich natürlich auch direkt ein paar Spiele darauf haben. Donkey Kong Bananza war eines davon. Darin lenkt man den Affen im schicken 3D durch die Spielwelt, die wir auch gleich ein wenig umgestalten. Hier ein Loch, da ein Loch und dort noch einen tiefen Krater - des Affen große Pranken verarbeiten alles zum Krümeln. Warum wir das tun? Na, wir suchen Bananen. Die machen nicht nur satt sondern sind auch eine wichtige Währung im Spiel. Warum? Äh, ja also der Geschichte habe ich bislang keine Aufmerksamkeit geschenkt. Auf der Rückseite der Verpackung steht "Hau alles kaputt!" was für mich als Spielbeschreibung und Handlung voll und ganz ausreicht. Ich spiele einen Affen, da ist es mit Intelligenz nicht so weit her, besonders wenn sein Vorname Esel ist. Außerdem macht es der Titel des Spiel ja schon klar: es geht um Bananen.
Der Rahmen ist also gesetzt, auf ins Abenteuer. Das erste was mir passierte: ich habe total die Orientierung verloren. Das hat bislang noch kein einziges Spiel vorher geschafft, denn ich habe einen ausgesprochen guten Orientierungssinn und meistens gibt es auch entsprechende Spielhilfen. Doch als Affe scheint er mir total abhanden zu kommen. Wäre mir das nur am Anfang passiert dann hätte ich wohl gedacht, dass das an mir liegen muss. Es passierte aber immer wieder. Folglich möchte ich also doch dem Spieldesign die Schuld daran geben. Das war schon ganz schön frustrierend. Hinzu kommt das stumpfe Dinge sammeln. Das macht einfach nach einer Weile auch keine richtigen Spaß mehr. Hat man ja schon in zu vielen Spielen viel zu lange gemacht. Dagegen steht dann nur der Humor und die lustigen Animationen, die mich dann doch länger an den Schirm gefesselt haben, als ich eigentlich zugeben möchte.
Ja, man merkt das Alte Säcke nicht die Zielgruppe sind, die Donkey Kong Bananza im Auge hat. Kinder sind da eher für zu begeistern. Auch Nintendo-Fans stören sich an den offensichtlichen Schwächen wohl eher nicht. Die sind froh, dass sich endlich mal wieder eine Spiel mit dem Affen bekommen haben. Da kann man sich doch dann nicht darüber beschweren...
Technisch gibt es nicht auszusetzen. Das Spiel sieht toll aus und versprüht ordentlich den Nintendo-Charme. Auch das was aus dem Lautsprechern kommt klingt echt gut. Die Atmosphäre stimmt. Mit der Bedienung hatte ich so meine Probleme. Das lag einerseits daran, dass das Spiel wirklich jeden Knopf und Schalter nutzt, andererseits aber vor allem an mir, denn ich kann mich einfach nicht an die falsche Anordnung von der Knöpfe gewöhnen. Das Problem habe ich aber in jedem Spiel auf der Switch 2, so dass das eindeutig am Spieler und nicht am Spiel liegt.




Meine Meinung
Donkey Kong Bananza ist echt ganz nett, wenn man mit wenig Spieltiefe zu begeistern ist. Das was es macht, macht es ziemlich gut. Kinder, Gelegenheitsspieler(innen) und Nintendo-Freunde wird es zweifellos gefallen.
Donkey Kong Bananza von Nintendo
für: Switch 2 im eShop
Preis: 69,99 €