Deepest Trench
Na, heute schon den Mariannengraben besucht? Nein, dann haben wir mit Deepest Trench das ideale Spiel dafür. Noch besser: man wird dabei nicht nass. Wir werden in die Tiefe geschickt, um ein paar ungewöhnliche Ereignisse aufzuklären. Dass das nicht ganz nach Plan verläuft, habt irh euch sicherlich schon gedacht. Also erkunden wir eine überflutete Unterwasserbasis, entdecken riesige Fische und andere Monster - und machen uns dabei in die Hose. Das mit dem Trocken bleiben, könnt ihr also schon mal vergessen...
Deepest Trench ist zwar in einem futuristischen Setting angesetzt, bedient sich aber schamlos bei den Werken von Lovecraft. Wir können uns alleine oder zusammen mit einem Freund in die Tiefe wagen, denn das Spiel setzt auf kooperatives Gameplay, zwingt uns aber nicht dazu.




Zwischen Schreckmomenten und Erkundung lösen wir auch kleinere Rätsel, denn oft ist uns der Weg zunächst versperrt. Dann muss man herausfinden wo man auf was drücken muss oder wie man seinen Partner aus einer misslichen Lange befreit. Wirklich anstrengen muss man sich dafür aber nicht. Die Lösung liegt man auf der Hand bzw. befindet sich im nächsten Raum.
Der Handlung folgen wir hauptsächlich durch das was wir auf Computern in der Station finden bzw. in Dialogen und Funksprüchen erfahren. Ob und an gibt es aber auch eine Zwischensequenz - und reichlich Schreckmomente. Das ist schon alles nett und gut, aber irgendwie hat man doch das alles so oder ähnlich auch schon mal irgendwo erlebt. Nichts ist wirklich neu, nur halt neu arrangiert.
Grafik und Sound gehen in Ordnung, lassen aber auch viel Raum nach oben. Die Animationen sind auch eher sparsam. Allerdings findet sich alles dann doch zu einer atmosphärisch dichten Welt zusammen, in der man sich gerne bewegt. Letzteres tut man übrigens zwingend mit dem Controller. Gemeinsam kann man lokal aber auch online spielen. Ausprobieren konnte ich das aber mangels Mitspieler(in) leider nicht. Auch dumm: so konnte ich niemand die Schuld geben, wenn ich mal wieder als Mittagessen für den Weißen Hai endete...
Meine Meinung
Ich würde Deepest Trench als Unterwasser-Walking-Simulator mit Puzzle und Horror beschreiben. Spielerisch hat es nur wenig zu bieten, dafür erzählt es eine packende Geschichte und würzt diese immer wieder mit Schreckmomenten. Alleine ist das schon ganz nett, ich denke mir mit einem Partner macht es aber noch viel mehr Spaß. Wer so einen zur Hand hat, sollte sich das Spiel ruhig mal ansehen.
Deepest Trench von Favor Games
für: (PC (Windows), Xbox Series X|S
Preis: 14,99 €
Link: Spiel bei Steam und im Xbox Store