Cloudheim

Cloudheim

Noodle Cat Games entführen uns in Cloudheim in eine verrückte Fantasywelt, in der Kooperation optional und Chaos garantiert ist. Das präsentiert man uns dann in schickem Anime-Gewand und mit extra niedlichen Monstern. Ein Rezept für ein lustiges kooperative Action-Abenteuer? Wir werden sehen...

Bevor es ins Abenteuer geht, steht natürlich die Erstellung des eigenen Charakters. Während man sich seine Heldin oder Helden im Baukasten ziemlich schnell zusammenbaut, wird man bei der Klassenwahl dann mit sehr ungewöhnlichen Typen konfrontiert, die sich nicht alle selbst erklären. Da man aber sowieso erstmal ausprobieren muss, was denn zum eigenen Spielstil am besten passt und auch gut mit seinen Freunden harmoniert, ist das auch nicht so wichtig. Hat man seinen idealen Charakter am Start, dann kann man sich endlich ins Chaos stürzen.

Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn man wird zu keinem Zeitpunkt vom Spiel an die Hand genommen. Offenbar dachte man bei Noodle Cat Games, dass das eh am besten durch ausprobieren und scheitern gelernt wird. Doch das kann auch schnell frustrierend werden. Allerdings ist Cloudheim ja eher ein Action-Adventure als Rollenspiel und so kommt es ohnehin eher auf das Geschick am Controller als eine taktisch gut durchdachte Strategie und Teamaufstellung an.

Optisch macht Cloudheim eine gute Figur und hat auch mir gefallen, obwohl ich ja nun kein sonderlicher Freund dieser Anime-Optik bin. Und auch bei Cloudheim stolpere ich dann über überdimensionale Waffen, die die zierliche Heldin im Leben nicht vom Boden heben könnte. Doch haut sie damit überdimensionale Monster zu Brei als wäre ihr der Muskelkater an nächsten Tag völlig schnuppe. In Japan ist das halt so. Aber da man ja auch ohne Flughilfe durch die Luft gleitet (macht man natürlich in schicker Heldenpose, die Superman vor Neid rot anlaufen lässt.

Dazu gesellt sich ein Feuerwerk an Effekten, nur um dann bei der Akustik abzufallen. Ja die Geräusche sind ganz okay, bleiben aber hinter den Effekten zurück. Der Soundtrack passt leider auch nicht so ganz zum Fantasygewand des Spiels. Im Fokus dürfte bei den meisten ohnehin eher der Voicechat mit den Mitspielern stehen und die Klangkulisse in den Hintergrund rücken. Zur Bedienung empfiehlt sich ein Controller und er wird quasi auch am PC vorausgesetzt. Bei der Belegung orientiert man sich an gängigen Standards, lässt uns diese aber nur begrenzt anpassen. Auch sonst beschränken sich die Optionen auf Standard. Die Extrameile für Zugänglichkeit geht Cloudheim nicht. Bei der Lokalisierung der Texte der Menüs hat man neben etlichen asiatischen Sprachen auch Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch zu bieten. Sprachausgabe gibt es keine.

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Meine Meinung

Cloudheim hat ein nettes Setting und macht durchaus Spaß, wenn man die richtigen Mitspieler findet. Allerdings fehlt ihm leider das gewisse Etwas, was es auch der Masse an MMOs hervorstechen lassen würde. Wer aber über die Feiertage etwas Zeit hat, der kann sich ja zumindest mal die kostenlose Demo auf Steam ansehen.

Cloudheim von Noodle Cat Games

für: PC (Windows) im Early Access bei Steam
Preis: 28,99 €