Apidya Special
Ein Shmups mit einer Biene. Apidya von deutschen Entwicklerstudio Kaido viel schon damals aus der Rolle. Nun ist es in einer Neuauflage für aktuelle Systeme wieder da. In Apidya Special steuern wir die Biene durch Horden bösartiger Insekten und Honigfeinden.
Tatsächlich tun wir das wie in jedem anderen Shoot'em Up. Und eigentlich ist das hier nur ein Raumschiff in Bienenform. Die Gegner fliegen auch alle schön brav in Formation, was sie in Realität nie tun würden. Im Prinzip hat man dem altehrwürdigen Genre damals nur einen neuen Anstrich verpasst.



Wer das tat? Das deutsche Entwicklerstudio Kaiko. Auch wenn einem dieser Name nichts sagt, so tun das die Namen der Männer die dahinterstecken: Chris Hülsbeck, Frank Matzke, Peter Thierolf - Urgesteine der deutschen Entwicklerlandschaft. Apidya erschien ursprünglich 1992 für den Commodore Amiga und wurde von Play Byte (Blue Byte) vertrieben. Später wurde es auch von Team17 vertrieben.
Apidya Special ist die erste offizielle Portierung auf andere Systeme. Für mich, der nie einen Amiga besessen hat, ist es das erste Mal, dass ich es spielen kann. Damit dürfte ich nicht unbedingt alleine sein. Also erzähle ich euch kurz von Bienchen und Blümchen... Nein, natürlich nicht. Im Spiel merkt man recht schnell, dass wir hier nur ein verkleidetes Raumschiff lenken. Wir stechen niemanden, sondern bespucken sie mit runden (Honig?!-)Kugeln. So spielt sich Apidya wie jedes andere Shmups auch. Das ist nicht verkehrt und der etwas Anstrich sorgen für ein neues Erlebnis. Leider ist der Schwierigkeitsgrad frustrierend hoch angesetzt. Das war damals so üblich, wer nicht mindestens einmal einen Joystick vor Wut au die Wand gedonnert hat, hat nicht richtig gespielt. Apidya war sicherlich der Tod von mehr Eingabegeräten, als es letztlich verkauft wurde.
Anno 1992 blühte nämlich auch die Raubkopierer-Szene auf dem Heimcomputer und auch Apidya war ein Opfer dieser. Wirklich schade, denn die Entwickler haben hier ein wirklich gutes Spiel gebaut, dass auch heute noch zu begeistern weiß. Zumindest Alte Säcke, die den bockschweren Schwierigkeitsgrad von früher gewohnt sind.
Die Grafik hat man an moderne Bildverhältnisse angepasst und Chris hat seinen Soundtrack komplett überarbeitet. Das alleine rechtfertig schon die Anschaffung von Apidya Special. Man hat aber auch ein bisschen Komfort ins Spiel gebracht, so dass es nicht mehr ganz so frustrierend ist. Im Grunde ist es aber mehr eine Portierung als ein Remaster.
Apidya Special ist digital für PC, PlayStation 5, Switch und Xbox Series X|S erschienen. Außerdem gibt es einen physischen Release für PlayStation 5 und Switch in zwei Unterschiedlichen Editionen.






Meine Meinung
Apidya Special ist für Retrofreunde eine klare Empfehlung. Und wer Shmups liebt, sollte sich das Bienchen-Spiel auch mal ansehen. Wer aber beim ersten Bildschirmtod gleich nach seiner Mami ruft, macht lieber einen Bogen um das Spiel...
Apidya Special von ININ Games
für: PC (Windows), PlayStation 5, Switch und Xbox Series X|S
Preis: 19,99 € (digital), 34,99 € (Standard), 54,99 € (Deluxe)
Link: Spiel bei Steam und im Nintendo eShop