Adrift
Wir sind Trucker und müssen einen Energiekern an seine Bestimmungsort bringen. Kling spannend? Ist es auch, denn um in Adrift sein Ziel zu erreichen müssen wir unser Können am Lenkrad beweisen. So rast man durch dichte Wälder und schlittert gefährlich nahe an Abgründen um enge Kurven. Das bringt das Blut ordentlich in Wallung.
Wenigsten brauchen wir uns um Gegenverkehr keine Sorgen machen, denn die Welt ist verlassen und leer. Nein, das ist falsch, denn leer ist die Spielwelt ganz und gar nicht. Es gibt sehr hübsche und detaillierte Landschaften und immer wieder atemraubende Anblicke. Aber eine schöne Spielwelt ist natürlich nur die halbe Miete.






Wie spielt sich denn das Truckerleben? Ziemlich gut, möchte ich sagen. Wir sehen unseren Truck aus der Vogelperspektive mit fester Kamera. So kommt das Fahrzeug auch mal auf uns zu, die Steuerung bleibt dabei aber so als würden wir im Truck sitzen. Früher war diese Art der Rennspiele weit verbreitet (RC Racer, Micro Mashines etc.), heute spielt man ja meist mit Sicht aus oder hinter dem Auto. Das ist realistischer und zugänglicher. Mir machte aber die Fun-Racer immer etwas mehr Spaß, weil man da auch gut mit Freunden seine Runden drehen konnte.
Aber zurück zu Adrift. Hier ist die spielerische Herausforderung mit heiler Fracht am Ziel anzukommen. Easy. Nein, ganz und gar nicht, denn der Energiekern ist instabil. Brauchen wir zu lange: BOOM. Auch ist das eigentliche Fahren nur die halbe Miete, denn wir müssen auch unsere Route planen. Neben wir die riskante aber kürze Strecke oder fahren wir doch lieber einen Umweg und riskieren ein explosives Ende?!







Technisch macht Adrift eine gute Figur. Die Grafik ist hübsch, der Stil, die Inszenierung und die Atmosphäre bilden ein harmonisches Gesamtbild. Unterstützt wird das durch einen tollen Soundtrack und satte Geräusche. Doch das wichtigste ist natürlich die gelungene Steuerung. Die ist nicht nur präzise sondern auch ziemlich anspruchsvoll. Für Alte Säcke ist das natürlich nicht so toll, besonders wenn schnelle Reaktionen erwartet werden. Dann können wir uns aber immerhin an einem spektakulären Abgang erfreuen. Übrigens empfiehlt sich so ein Spiel mit einem Controller zu spielen. Früher haben wir das zwar auch mit der Tastatur gespielt, aber das ist weder zeitgemäß noch die vom Entwickler präferierte Eingabemethode.
Das Steam-Deck wird nicht unterstützt. Dessen Leistung reicht für das Spiel nicht aus. Auf dem ROG Ally sollte es aber laufen. Frank hat das auch bestätigt. Perfekt läuft es da aber auch nicht und das Handheld wird ziemlich laut und warm. Auf meinen alten PCs habe ich gar nicht erst ausprobiert sondern mir gleich einen neuen PC aus dem Fundus meines Arbeitgebers geschnappt. Darauf hatte ich keine Probleme und konnte auf flüssiges 4k genießen.
Meine Meinung
Adrift ist ein netter Fun-Racer, der allerdings sowohl an Spieler, als auch an PC ziemliche hohe Ansprüche stellt. Ersteres betrifft natürlich vermehrt Alte Säcke, letzteres Alte Kisten. ;-)
Rob's Meinung
... ist eine andere. Er hat zu Adrift in seinem Blog Polygonien geschrieben. Schaut doch gerne mal rein und lest seinen Text. Den findet ihr hier:
https://polygonien.de/2026/01/adrift-review/
Adrift von S.K.9.8
für: PC (Windows)
Preis: 12,79 €
Link: Spiel bei Steam