Abra-Cooking-Dabra

Abra-Cooking-Dabra

Was haben wir denn hier? Eine magische Deckbuilder-Rougelike-Kochsimulation?! Ob man damit den Mund nicht vielleicht ein wenig zu voll genommen hat? Soviel schon mal voraus, ja hat man leider!

Ich mag ja Spiele, die keine ausgetretenen Pfade beschreiten und sich mal an was neuen probieren und sei es nur eine abgedrehte Kombination von unterschiedlichen Genres wie hier. Doch Abra-Cooking-Dabra vergisst dabei das Gericht ordentlich umzurühren und vor allem stimmig abzuschmecken. So schmeckt es stellenweiße verbrannt bzw. nicht durch gegart. Okay, genug damit.

Wie ihr euch sicherlich schon anhand des Spieltitels denken könnt, geht es hier um magische Kochkünste, die in Realität ich natürlich total besitze. Nur in diesem Spiel scheine ich zu vergessen, wie das geht. Vielleicht, weil es mich echt überfordert und ziemlich frustriert. Die Grundlagen erklärt das Tutorial nur sehr oberflächlich und danach lässt einem das Spiel quasi alleine. Offenbar dacht der Entwickler, die Spielmechaniken würden sich schon von selbst erklären. Tun sie nicht. Auch unsere Kinder und mein Mann haben bei Abra-Cooking-Dabra ziemlich ratlos aufgegeben. Ich blieb länger am Ball, äh Kochtopf und fand dann doch noch Zugang zum Spiel. Das hat aber leider echt frustrierend lange gedauert, mich dann kurzzeitig unterhalten und, als ich alle Spielmechaniken verstanden habe, auch schnell wieder verloren.

Technisch hinterlässt es einen guten Eindruck. Die Grafik ist nett, der Sound schmeichelt den Ohren und die Bedienung mit Maus und Tastatur geht gut von der Hand. Weniger gut mit einem Controller, denn dafür hat man es nicht ausgelegt. Folglich kann man es auf PC-Handhelds zwar spielen, wird dort mit der Steuerung aber nicht glücklich werden.

Doch was machen wir in Abra-Cooking-Dabra eigentlich? Ein Restaurant in London eröffnen und die Queen füttern. Klingt komisch, ist aber so. Und während ihre Majestät sonst immer ihre Fassung behält, mutiert sie am (Fr)esstisch zur Sau. Jedenfalls wenn wir sie nicht rechtzeitig mit gewünschten Gerichten vollstopfen. Das machen wir durch die Kombination von entsprechenden Karten auf dem Tisch. Rezpte lernen müssen wir nicht, denn die Queen ist so freundlich und sagt uns immer genau was wir in den Topf werfen müssen. Allerdings bekommen die Spielkarte ab und an Beine und wollen sich vor ihrer Majestät in Sicherheit bringen. Dann wird es schon mal hektisch, wenn uns gerade die Zutaten ausgehen, äh weglaufen, die wir brauchen. An sich ist das schon ganz nett, aber irgendwie will das Gesamtwerk nicht so richtig schmecken...

Meine Meinung

Abra-Cooking-Dabra soll listig und spaßig sein, ist stellenweise aber eher frustrierend, besonders da man quasi alleine die Spielmechaniken herausfinden muss. Früher hätte man das auf ein nicht vorhandenes Handbuch geschoben und sich durchgebissen, Hier wünscht man sich sehnlichst so ein gedrucktes Dingens, oder zumindest einen aufblasbaren Erklärbär (Entwickler). Gibt bessere Spiele, daher schlage ich vor, einfach weiterzugehen.

Abra-Cooking-Dabra von Door 407

für: PC (Windows) bei Steam
Preis: 12,99 €